see.feel.create

Auch nach so langer Zeit vermögen wir noch immer nicht in Worte zu fassen, auf welches Abenteuer wir uns beim See.Feel.Create Workshop im März 2017 mit Björn Lexius (www.hafenliebe-weddingphotography.com) und Sergej Falk (www.hochzeitsfotograf-sergejfalk.de) eingelassen hatten. Ein Abenteuer auf der kleinen Nordseeinsel Rømø.

Aber von Anfang an: Wie so oft besprach Team Lovers, Sinners and Saints Buisness-Kram am Telefon. So kamen wir auf unseren gemeinsamen Freund Björn Lexius zu sprechen, der seit langer Zeit eine große Unterstützung und Inspiration für uns ist, fotografisch & menschlich. Björn plante einen Workshop und da war klar, nicht ohne uns! Wir stellten uns damals tausend Fragen: Können wir das umsetzen? Sind wir „gut genug“? Wer ist dieser Sergej Falk? Bekommen wir das zeitlich hin? Was für tolle, neue Menschen lernen wir kennen?! Hin oder her, das Leben ist kurz. Zack – Workshop gebucht!

Wir ahnten nicht was die Tage in Dänemark für uns bedeuten würden… fotografisch & menschlich. Also an einem kalten Märztag vor Sonnenaufgang ab in das Auto, mit Sack und Pack wie man so schön sagt. Ein letzter Check der Kamerataschen, Akkus, Ladegeräte, Speicherkarten….Kaffeebecher in den Halter, 10er Pack Capri Sonne am Start, Playlist an (Musik – ein Punkt in dem wir uns immer einig sind!), Roadtripmodus läuft! Nach einer langen aber aussichtsreichen Fahrt dürfen wir, auf Rømø angekommen, altbekannte Freunde in den Arm nehmen und viele neue Gesichter anlächeln. Wir erkundeten mit allen Teilnehmern unser neues Heim auf Zeit. Die Zimmer aufgeteilt, Jugendherbergen-Charme, aber mega deluxe. Der Indoorpool löste Gekreische aus, wie zu schönsten Klassenfahrtszeiten! Erste Shooting-Ideen wurden bereits in den Fluren diskutiert.

Die große Sofalandschaft lud direkt zu Gesprächen ein, schon in den ersten Stunden unseres Beisammenseins wurde es sehr emotional. Die Vorstellungsrunde überstand kaum jemand ohne eine Träne zu vergießen. Doch THE ONE AND ONLY Laura Möllemann <3 heiterte zum Schluss der Runde alle auf und zeigte ihre großartige Persönlichkeit mit herrlich trockenem Humor. Der erste Abend klang aus bei Gitarrenmusik, mit Gin, Bier, Wein und guten Gesprächen. Als alle in die Betten gingen war die Stimmung erwartungsvoll und voller Vorfreude. Der Biervorrat (der für die komplette Zeit reichen sollte) war leer. „Gute-Nacht“-Rufe hallten durch das Bungalow und das erste mal seit 18 Stunden kehrte Ruhe und Stille ein. Björn und Sergej hatten die liebe Sarah von www.veganguerilla.de im Gepäck, uns die kompletten 4 Tage für köstliche vegane Verpflegung sorgte! Danke schön liebe Sarah!

Am nächsten Morgen starteten wir mit einer heissen Dusche und Frühstück in den Tag. Diese Energiereserven sollten wir schon bald brauchen. Die Vorträge von Björn und Sergej waren so ergreifend, persönlich und ehrlich, dass wir alle schon nach wenigen Minuten Rotz und Wasser heulten. Anders kann man das wirklich nicht ausdrücken. Wir waren fast erleichtert so viel Menschlichkeit zu spüren, Ehrlichkeit zu erfahren, alle Fragen stellen zu können und gemeinsam neue Fragen aufwerfen zu dürfen, in einem geschützten Raum. Einem Kreis von Menschen die Kunst leben. Die große Frage war nun nicht mehr „Wie fotografiere ich was?!“ sondern „Wer bin ich/Wer sind wir?!“ oder „Was macht uns aus?“, „Was macht jeden von uns einzigartig?“.

Unsere Bildsprache sind wir. Unglaublich wie viele Emotionen es mit sich bringt, sich selbst zu reflektieren. Seine Werte, Ziele und Wege zu erforschen. Den Mut aufbringen sich Anderen mitzuteilen und zu öffnen, ist nicht immer leicht, doch dieser Ort war sicher. Jeder von uns fühlte das und wir halfen uns gegenseitig anzuerkennen das jede Hürde seinen Grund hat. Meistens sind wir das selbst, nur wir sehen die Hürden. Die Angst den eigenen Weg kompromisslos zu gehen ist das, was uns bis hierher gebracht hat und wir können wohl für alle sprechen, oder vielmehr schreiben: Jeder von uns war grade genau am richtigen Ort. In diesem Bungalow auf Rømø, alle zusammen.

Mit einem Selbstportrait in 2er Teamarbeit sollten wir ein Bild von uns machen, unserer Stimmung, wie wir uns selbst in diesem Moment sehen. Das eigentlich Schwierige daran war aber, dass der jeweils andere für uns durch den Sucher der Kamera schauen und auf den Auslöser drücken musste. Diese Aufgabe hatte es in sich und wir alle waren unglaublich mutig und erzählten dem Anderen, später auch in großer Runde, wer wir waren. Jeder für sich und doch alle gemeinsam. Die Wertschätzung und Freundschaft, die wir an diesem Tag erfahren haben, anzunehmen war ein wirkliches Seelenheil.

Mit vielen kreativen Aufgaben, jeder für sich oder im Team, verbrachten wir die nächsten Tage. Persönliche Reflexionen und konstruktive Kritik zu individuellen Reportagen der Teilnehmer folgten. Zwischen Wanderungen durch Dünen und Wälder, Shootings mit Rebecca und Flo (www.ewigewig.de), veganen Burritos und der Frühlingssonne der Insel entstand eine unglaubliche Dynamik und viele Freundschaften. Diese Zeit war für uns alle so viel mehr als ein Workshop. Jeder hat sich selbst besser kennen gelernt, sich reflektiert und unglaubliche Rückmeldungen bekommen. Die Zeit verging viel zu schnell und es fiel wirklich allen sooo schwer auseinander zu gehen, aber eins war jedem klar: Wir waren Teil von etwas ganz Besonderem. Dem allerersten See.Feel.Create. Workshop.

Mit Wehmut, Motivation und so viel Freude ging es auf in die Heimat. Bielefeld, wir kommen immer gerne zu dir zurück!

See.Feel.Create

Laura Möllemann, Danny Schäfer, Katja Hoppe, Stefanie Roth, Sebastian Willius, Yannik Zurflüh, Jessy Halermöller, Rebecca Konrad , Flo Meyer , Björn Lexius, Sergej Falk, Björn Wessel, Jasmin Marek, Sarah Kaufmann, Michael Gronemeyer, Sabrina Oberdörfer, Nicole Siemers, Evelyn Bögers, Debby Ostermöller, Nico Ackermeier.