The Rural Workshop 2017

Nach dem Workshop von A Fist Full Of Bolts in Hamburg stand für uns das nächste große Workshop-Abenteuer an. Wir hatten zusammen mit ein paar befreundeten Hochzeitsfotografen den Rural Workshop bei Barcelona gebucht. Zusätzlich sollten außerdem noch weitere Freunde von uns als Speaker vor Ort sein. Und das Ganze fand auch noch über Nicos Geburtstag statt. Perfekt!

Mit einer Menge guter Laune im Gepäck starteten wir also unseren Trip zuerst nach Hamburg, um dort mit den anderen zusammen ins Flugzeug zu steigen. Für Nico war es erst der 3. Flug in seinem Leben, dementsprechend war er anfangs etwas nervös. Das wandelte sich aber in Begeisterung, sobald das Flugzeug in der Luft war. Der Ausblick von oben war auch einfach phänomenal. Erst recht, als wir die Pyrenäen überquerten.

Nachdem wir in Barcelona gelandet waren, ging es mit dem Zug weiter nach Santa Susanna, dem Küstenort, in dem der Workshop stattfand. Am Flughafen war unsere Gruppe mittlerweile um etliche Fotografen gewachsen, neue Bekanntschaften wurden geschlossen, voller Vorfreude quatschten alle wild im Zug durcheinander. Fast ein bisschen wie auf einer Klassenfahrt. 

Die Zugstrecke führte an der Küste entlang, die Aussicht auf das Meer, den Strand und Palmen versprach eine gute Zeit! 

Im Camp angekommen standen wir mittendrin – im Chaos! Spanische Organisation eben, wir fühlten uns also direkt wohl. Nach einem mega herzlichen Willkommen der Organisatoren machten wir uns auf dem Weg zu unserer Hütte, unserem neuen zu Hause für die nächsten 4 Tage. Rustikal-Spanisches-Camping-Chick, mit Hochbetten. Erneutes Klassenfahrtsgefühl!  

Alles verstaut und schon ging es direkt los mit einem Kennenlern-Abend. An die spanische Moderation mussten wir uns erst gewöhnen, all das versprach aber eine Menge Spaß. Es gab ein großes Hallo zwischen den vielen Fotografen, viele kannten sich bereits oder hatten sich auf dem Rural verabredet, um sich endlich persönlich kennen zu lernen. Nach diversen Spielen war das Eis gebrochen und der ein oder andere Gin Tonic wurde gemeinsam geleert. Die Hochbetten stellen sich als mehr als abenteuerlich raus und ein komplett bewegungsloser Schlaf erwies sich als vorteilhaft, erholsam war aber definitiv was anderes 😉

Am nächsten Morgen ging es dann zuerst schnell in den Campingplatz-eigenen Supermarkt um sich mit ein paar Lebensmitteln und vor allem Getränken einzudecken (und natürlich Cerveza für die Abende!), bevor es dann mit den ersten Workshops und Vorträgen losging. Und was dann in den nächsten Tagen an Informationen, Inspirationen und Mindsets auf uns reinprasselte kann man nicht wirklich in Worte fassen. Wir sahen uns in Vielem bestätigt, haben noch mehr neue Sichtweisen bekommen und manchmal auch gelernt, dass wir auch mal einen anderen als den bisherigen Weg einschlagen sollten. Besonders hervorheben möchten wir da die Vorträge von Hafenliebe Weddingphoto, Alejandro Gomez und Oli Sansom und die Workshops von Magdalena Berny und 2 Brides. Das Schönste war aber, dass alle Speaker auch zum „anfassen“ da waren und man auch abseits der Workshops viele inspirierende Gespräche führen konnte und zusammen auch das ein oder andere San Miguel verköstigt oder eine Runde Basketball gespielt hat.

Die freie Zeit nutzten wir dann auch noch für das ein oder andere Shooting mit einigen der anderen Workshop Teilnehmer. Die coole Kulisse des Campingplatzes und natürlich der Strand luden auch förmlich dazu ein. Und wer weiss, ob und wann man sich wiedersehen würde.

Da es wie erwartet in Spanien Anfang März tagsüber schon recht warm war, haben wir die Tage in kleinen oder größeren Grüppchen immer am Strand ausklingen lassen. Sobald die Sonne dann weg war, wurden gegen die Kälte diverse Lagerfeuer entzündet und man saß noch bis tief in die Nacht zusammen. An einem der Abende traf sich dann die ganze Gruppe auch noch am Strand um zuerst fliegende Lampions steigen zu lassen und dann wurde noch ein wenig mit Bengalos für Action gesorgt. Was für eine Stimmung. Alle starrten mit leuchtenden Augen und einem glücklichen Lächeln im Gesicht in den Himmel.

Umso schwerer fiel es uns dann, als es dann am Donnerstag hieß, Abschied zu nehmen vom The Rural Workshop, Santa Susanna und den meisten unserer neuen Freunde. Einige trafen wir jedoch direkt in Barcelona am Flughafen wieder und ein paar sogar nochmal in Hamburg. Was für ein schöner Zufall.

Für uns war es auf jeden Fall eine wunderbare Zeit in Santa Susanna. Die Auszeit in der Sonne tat unglaublich gut und wir sind voller Energie und neuer Ideen in die neue Hochzeits-Saison gestartet. Und wir sind uns beide einig, dass wir uns jederzeit wieder auf das Abenteuer Rural einlassen würden.

*Edit: Mittlerweile heisst der Rural Workshop The Crefest und die Organisatoren wollen ein wenig was am Konzept ändern. Wir sind sehr gespannt drauf, was sich Roberto und Co einfallen lassen werden. Wir sind uns aber sicher, dass auch das wieder großartig wird.